Italienurlaub - Lektionen in Genuss
Italienurlaub - Lektionen in Genuss
Verfasst von Andreas mettler am 08.07.2010 in Essen und Trinken
Mit einer Tasse Kaffee verbinden viele Menschen ganz bestimmte Zustände: Ruhe, Genuss, Entspannung, Zeit für sich selbst. Der Kaffee ist in unseren Breiten in den letzten Jahren zu einem der aufregendsten Genussmittel avanciert. Jahrzehntelang war man zufrieden mit dem Melitta-Filter und einer Kaffeekanne und später dann mit der Kaffeemaschine, die das kochend heiße Wasser Tröpfchenweise in den Filter mit dem Kaffeepulver laufen lässt. Die Italien-Urlauber, die seit den Sechzigern dieses Kaffee-verrückte Land wegen der Strände, der Sonne und des guten Essens wegen aufsuchten, bekamen hier noch eine andere Lektion in Genuss erteilt. Hier gab keine Kaffeefilter oder Kaffeemaschinen, die Filterkaffee produzierten sondern nur Espresso-Maschinen. In Restaurants und in den Bars gab es die großen elektrisch beheizten Maschinen, die einen Kaffee in einer ungeahnt hochwertigen Konsistenz herstellten.
Wer die Gelegenheit hatte, Italiener zuhause zu besuchen oder sich in einer Ferienwohnung einquartiert hatte, der begegnete ganz schnell der Cafetiera, jener 8-10 eckigen Aluminiumkanne, die man in der Mitte aufschrauben kann. Unten füllt man das Wasser ein und oben wird ein mit Espresso-Kaffee gefüllter Metallfilter eingehängt um ihn dann mit dem oberen Teil wieder zusammenzuschrauben. Die Kanne wird auf eine Gasflamme oder einen Elektroherd gestellt und dann wartet man bis das Wasser im Kessel zum Kochen gebracht wird. Aufgrund des vom Dampf erzeugten Drucks durchläuft das kochende Wasser den im Metallfilter enthaltenen Kaffee und gelangt sodann in den oberen Teil, aus dem man den fertigen Espresso schütten kann. Dieses Prinzip dominiert bis heute die italienischen Haushalte, obwohl auch hier die elektrischen Espressomaschinen Einzug gehalten haben. Obwohl der Druck in dieser Cafetiera, manche sagen auch Moka-Express, nicht annähernd so hoch ist wie in den großen und teuren Kaffeeautomaten der Gastronomie, schmeckt man hier schon ganz deutlich den Unterschied zu einem nur aufgeschütteten Filterkaffee. Interessanterweise hat der Einfluss der Deutschen und anderer Nordeuropäer dazu geführt, dass es umgekehrt nun viele Italiener durchaus chic finden, sich mittels einer Kaffeemaschine, einen Filterkaffee zu brühen. Und man höre und staune, viele schwören auf Jacobs. So was kann wohl nur aus Gründen der Völkerverständigung getan werden. Auch beim Kaffee vom Deutschen lernen? Wohl eher nicht.
718 Aufrufe
Artikel drucken
Ø Besucherbewertung: 0 von 5 Punten nach 0 Bewertungen
Big ist visible
Wer eine Botschaft hat, der sollte darauf achten, dass er mit dieser...
Einlassbänder für Partys,...
Kontrolle ist besser
Wenn man eine große Party oder einen großen Event...
Die perfekte Mischung...
Tee online kaufen
Alle Möglichen Teesorten von schwarzen Tee über weißen Tee...
| freigeschaltete Artikel: | 518 |
| weitere Vorschläge: | 27 |
| Kategorien: | 24 |
| aktive Autoren: | 100 |
Artikelverzeichnis CMS, Script für Artikelverzeichnis, Artikel-Verzeichnis Script, AV ...
